Die Wander-Weltmeisterschaft über den Rennsteig

DER RENNSTEIG - DEUTSCHLANDS BERÜHMTESTER HÖHENWANDERWEG

VERGIBT DIE KRONE IM WANDERN

Blick vom Rennsteig in das Erfurter Becken

RENNSTEIGXTREM-MARSCH

Den Rennsteig in seiner Gesamtlänge von 169,3 km nonstop über 2 Tage bewältigen, das lockt am ersten Wochenende im Mai immer mehr Verwegene an den Rennsteigbeginn nach Blankenstein/Saale. Zwei zu durchquerende Naturparke mit riesigen Waldgebieten, stets auf den Höhenzügen entlang bei berauschenden Ausblicken ohne Autolärm, dafür Sauerstoff satt, Vogelgezwitscher und äsende Wildtiere verschaffen bei viel Ruhe Momente des Glücks und der inneren Einkehr als Gegenpol zu unserer rasenden Zeit. An ausgewogen platzierten Versorgungspunkten können die geleerten Speicher wieder mit Thüringer Kost aufgefüllt werden und die Gastfreundschaft der Einheimischen genossen werden.  Im Ziel in der Weltmeisterstadt Gumpelstadt wartet das Pummpälzfest.

Weiß geschmückter Heilklimaort Masserberg

MASSERBERG-MARSCH

Als heilklimatischer Ort gehört Masserberg zu den beliebtesten Orten am Rennsteig. Dies und seine Höhenlage von 841,5 m machen diesen außergewöhnlichen Hunderter zu einem Geheimtipp. Gestartet wird in den Abendstunden des ersten Samstags im Mai im Masserberger Skistadion nahe der Rennsteigwarte am Eselsberg. Er führt in die Nacht hinein und kommt am Großen Dreiherrnstein an der historischen Rennsteigmitte vorbei. Vor Oberhof am Großen Beerberg kommt sein höchster Punkt mit 972 m. Mit etwas Glück überrascht die Sonne die Wanderer am Großen Inselsberg (916,5 m) mit einem unvergesslichen Sonnenaufgang. Von da an geht es fast nur noch bergab bis zur Hohen Sonne und ihrem schönen Blick zur Wartburg, um dann auf die Zielgerade bis zur Weltmeisterstadt Gumpelstadt mit ihrem Pummpälzfest einzubiegen.

Vor dem Start Ahorn-Berghotel Friedrichroda

AHORN-MARSCH

Ein besonderer Marathon mit seinen fast 1500 Höhenmetern startet am ersten Sonntag im Mai im heilklimatischen Friedrichrichroda. Gemeinsam mit dem Lutherweg verläuft der Benediktinerpfad, der dem 1085 gegründeten Benediktinerkloster gewidmet wurde. Danach kommt die 1778 beim Gipsabbau entdeckte Marienglashöhle, Europas schönste und größte Kristallgrotte mit mehr als 6 Mio. Besuchern. Während hier der Lutherweg Richtung Erfurt abzweigt, führt der Benediktinerpfad geradeaus weiter nach Bad Tabarz. Über die Friedrichrodaer Straße gelangt man in den staatlich anerkannten Kneippkurort und seit 2016 Kneipp-Heilbad. Am 4-Sterne Akzenthotel Zur Post wird erstmals versorgt. Über Schakewiesen, Seifartswiese und Rothenbergswiese folgt der stetige Aufstieg zum Großen Inselsberg. Am Parkplatz und Schutzhütte biegt die Strecke in den Grauen Weg ein, dem Panoramaweg um den Inselsberg. Am Ski-Abfahrtshang geht es auf dessen schwarzer Piste senkrecht nach oben zum 1036 m hohen Inselsberg-Tower mit Versorgungspunkt im Berggasthof Stöhr. Dort treffen auch die Strecken von RENNSTEIGXTREM- und MASSERBERG-Marsch ein, um gemeinsam zum Zielort Weltmeisterstadt Gumpelstadt mit Pummpälzfest zu führen. Vorher kann noch ein herrlicher 360° Rundumblick auf dem neuen Aussichtsturm genommen werden, dessen Dachkamera (s.u.) die Fotos auch für unsere Pummpälz-Internetseite liefert.

Einer der größten Deutschen wird im Luther-
Stammort geehrt - hier Pummpälzfest 2017
in Möhra

EINSTEIGER-MÄRSCHE

Die Einsteiger-Märsche sind zum Kennenlernen auf den Kurzdistanzen 10, 20, 30 km vorgesehen und beginnen am Pummpälzsteg in der Weltmeisterstadt Gumpelstadt. Die Wanderstrecken führen über die sanften Hügel des Heiligenberg, welcher rückwärtsschauend den Wanderern tiefe Einblicke in den Moorgrund, aber auch ferne Weiten zu den blauen Bergen der Rhön gewähren. Es wird nicht viel Zeit bleiben beim Vorwärtsstreben zum Schindrasen, wo das Steigen allmählich Formen annimmt. Am Saargrund als ein wunderschöner Waldwiesengrund vorbei, an deren Ende sich schon vor tausend Jahren Raubritter oder eben sogenannte Wegezöllner in ihren Burgen Alt- und Neuringelstein wohlgefühlt haben müssen. Der Pummpälzweg bietet hierzu mehrere Sagen zum Nachlesen, später, wenn man in aller Ruhe nochmal wiederkommt. Am Neuringelstein führt der Sallmannshäuser Rennsteig die Kurzstreckler auf den Rennsteig hinauf. An den Ruhlaer Häuschen, auch historischer Rennsteigbeginn genannt, erfolgt die Vereinigung beider und auch der Zusammenschluss der Kurzstreckler mit den Marathonis, die den gewaltigen Inselsberg gemeistert haben, ebenso der 100ern und Extremen aus den Fernen von Masserberg und Blankenstein a.d. Saale. Nunmehr führen die Märsche entweder gemeinsam hinüber zur Hohen Sonne und dann auf dem jungen Lutherweg hinab in dessen Stammort Möhra kurz vor dem Ziel wiederum am Pummpälzsteg in Gumpelstadt oder eben dahin, wo Luther seiner größten Tat zustrebte, der Schaffung der deutschen Sprache.

DOUBLE-Marschiererin Anja bei Martinus Luther

DOUBLE-MARSCH

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen zwei Marathon zu laufen, das schaffen die wenigsten. Aber zwei Marathon mit zusammen 3000 Höhenmetern jeweils zum 1036 m hohen Inselsberg-Tower mit 45 km und tags darauf zur Wartburg, der Burg aller deutschen Burgen mit 44 km zu wandern, das schaffen Weltmeisterwanderer und setzen damit dem Ganzen am dritten Wochenende im September die Krone auf. Am Samstag starten beizeiten die Aktiven am Pummpälzsteg in der Weltmeisterstadt Gumpelstadt in der Vogelfluglinie über den Hohen Kissel und Rennsteig zum schönsten Berg Thüringens, dem Großen Inselsberg und von dort auf gleichem Wege wieder zurück. Sonntags früh geschieht gleiches, lediglich führt der Weg vom Pummpälzsteg auf den Pummpälzweg über den Rennsteig bis zu den Grundmauern der Wartburg, also bis unter deren Zugbrücke und von dort wieder zurück. Am Ende zählen beide Leistungen für den/die Beste/n als Weltmeistertitel, aber alle, die das große Geschick dieses Doppelmarathons fertigbringen, also finishen, Hut ab! Der DOUBLE-Marsch schließt gleichzeitig den Grand Slam des Wanderns ab. In allen vier Kategorien des Frühjahrs (170 km, 100 km, 43 km, 30 km) mit der Kategorie des DOUBLE-Marsches werden die beständigsten Wanderer gesucht und geehrt. Mehr zu toppen lässt sich eine Wanderleistung nicht mehr.